Über 1.000 Gäste bei der Landeswallfahrt des Kameradschaftsbundes in Maria Taferl

Die alljährlich stattfindende Landeswallfahrt des Niederösterreichischen Kameradschaftsbundes stand heuer unter dem Motto „Werte und Ziele des NÖKB“.  Zelebriert wurde die heilige Messe vom katholischen Landesseelsorger Dechant P.  Josef Grünstäudl und dem Pfarrer von  Maria Taferl Rektor P. Andreas Petith - im Beisein des evangelischen Landesseelsorgers  Militärsuperintendent DDr. Karl-Reinhart Trauner.

Über 850 Kameraden waren mit 56 Fahnen ausgerückt, zusätzlich nahmen weit über 200 Gäste an der Wallfahrt teil. Präsident SR Josef Pfleger konnte  zahlreiche hochrangige Ehrengäste begrüßen: LAbg. Karl Moser, der in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gekommen war, Bezirkshauptmannstellvertreterin Mag. Heidelinde Grubhofer von der BH Melk, NÖKB-Protektor NR a. D. Prof. Dr. Hannes Bauer, NÖ-Militärkommandant Brigadier Mag. Martin  Jawurek, den Bürgermeister von Maria Taferl Heinrich Strondl, den Landesgeschäftsführer des Österreichischen Schwarzen Kreuzes von Niederösterreich und Wien Ing. Otto Jaus und den Präsidenten des Roten Kreuzes NR und LAbg. a. D. Willi Sauer sowie den Landesleiter der Peacekeeper Niederösterreichs Obstl Mag.  Manfred Sommer.

Die Landesseelsorger Dechant Mag. P. Josef Grünstäudl und  Militärsuperintendent DDr. Karl-Reinhart Trauner holten die Kameraden zum Marsch zur Basilika ab.
Vor der hl. Messe erfolgte die Meldung von Landeskommandant Vzlt Alois Öllerer (links) an Präsident SR Josef Pfleger.
In seiner Predigt ging Landesseelsorger Dechant P.  Josef Grünstäudl auch auf die Werte ein, anhand eines Beispiels vom schicksalsgeprüften Ehepaar, das im Begriff war, aufzugeben, und sich doch noch überzeugen ließ, durchzuhalten, und siehe da: „Es kann so schnell gehen, dass ein vermeintlich verpfuschtes Leben plötzlich wertvoll wird, sinnvoll wird und einen Wert bekommt. Man muss durchhalten und diese Ausdauer braucht es eben auch, damit unser Leben an Wert gewinnt.“
NÖKB-Präsident Schulrat Josef Pfleger ging in seiner Festrede - getreu dem Motto der Landeswallfahrt - auf die Werte und Ziele des NÖKB ein. „Kameradschaft ist ursprünglich eine soldatische Tugend. Und eine Tugend ist grundsätzlich die Fähigkeit, das Gute mit innerer Neigung zu tun. Kameradschaft kann also nicht erzeugt werden, sondern entsteht im gemeinsamen Einsatz für ein gemeinsames Ziel.“ Nach dieser prägnanten Definition ging Präsident Pfleger auf die Werte und den Umgang mit diesen in der heutigen Zeit ein: „Wir haben uns von der Schicksalsgemeinschaft der Kriegsteilnehmer zur Wertegemeinschaft der Gegenwart gewandelt. Unter Kameradschaft verstehen wir soziale Hilfe für in Not geratene Kameraden und soziale Einrichtungen, Toten- und Gefallenengedenken und natürlich auch zwischenmenschliche Kommunikation. Wir stehen treu zur Republik Österreich, wobei politische Parteizugehörigkeit in unseren Reihen keine Rolle spielt.“
Mit dem Appell, diese Kameradschaft zu leben, schloss er seine Rede.
Militärkommandant Brigadier Mag. Martin  Jawurek bedankte sich beim Niederösterreichischen Kameradschaftsbund für die stete Unterstützung und bat zugleich, das Bundesheer weiterhin zu unterstützen und Werbung für den Soldatenberuf zu machen. Ein ganz spezielles Lob sprach er den Fahnenoffizieren und Fähnrichen aus: „Wenn es manchmal so heiß ist wie heute, dann kann es passieren, dass der eine oder andere Junge umkippt. Bei ÖKB-Abordnungen habe ich ein solches Verhalten noch nie beobachtet.“
LAbg. Karl Moser hatte auch nur Lob für die Kameraden: „Wir haben gerade den Marsch „Stolz auf Niederösterreich“ gehört, und genauso stolz ist Niederösterreich auf seinen Kameradschaftsbund. In der heutigen Zeit, wo sich Terrormeldungen in Europa häufen, ist es wichtig, einen Mahner zum Frieden wie den ÖKB zu haben, der uns auch immer wieder vor Augen führt, dass Frieden längst nicht mehr selbstverständlich ist.“ LAbg. Moser beendete seine Ausführungen mit den Worten: „Kameradschaft und Frieden haben kein Depot, man muss sie täglich aufs Neue leben.“
Die - übrigens ausgezeichnete - Moderation lag in den Händen das Gf. Präsidenten Ing. Josef Glaser.
Ehrengäste und NÖKB-Funktionäre: Bürgermeister KR Thomas Buder (Tulbing), ÖKB-Vizepräsident Johann Glöckl, NÖKB-Ehrenpräsident Brigadier i. R. Franz Teszar, NÖKB-Vizepräsident Augustin Hüdl, Protektor Prof. Dr. Hannes Bauer, LAbg. Karl Moser, NÖKB-Vizepräsident Leopold Wiesinger, ÖSK-Landesgeschäftsführer Ing. Otto Jaus, Gf. NÖKB-Präsident Ing. Josef Glaser, Militärkommandant Brigadier Mag. Martin  Jawurek, Bezirkshauptmann-Stv. Mag. Heidelinde Grubhofer (BH Melk), NÖKB-Präsident SR Josef Pfleger, NÖKB-Vizepräsident Mag. Wolfgang Heuer, Landesvorstand Brigitta Wiesinger, Bürgermeister Heinrich Strondl, Landeskommandant Vizeleutnant Alois Öllerer, Präsidenten des Roten Kreuzes NR und LAbg. a. D. Willi Sauer, der katholische Landesseelsorger Dechant P.  Josef Grünstäudl und der evangelische Landesseelsorgers  Militärsuperintendent DDr. Karl-Reinhart Trauner mit den Fahnenträgern (v. l.)
Die Kranzniederlegung erfolgte durch Vizepräident Augustin Hüdl, Kranzträger Johann Mayrhofer, Vizepräsident Erich Müller, ÖKB-Vizepräsident Johann Glöckl, Vizepräsident Leopold Wiesinger, Doris Schwarzl, Vizepräsident Mag. Wolfgang Heuer und Kranzträger Franz Kamleitner (v. l.)
Die musikalische Umrahmung deer Festmesse und des Festaktes lag in den Händen des Musikvereins Tulbing unter Kapellmeister Markus Winkler.
Auch die Horner Kameraden waren zahlreich vertreten - im Bild von links u. a.: Leopold Dworak, StR Josef Rieffer, Emil Koll, Kommandant Ewald Cech (Obmann Hubert Hölzl, Eggenburg), dahinter Helmut Wondra, Franz Herzog und Obmann StR Manfred Daniel sowie Josef Amon und Ludwig Kremser
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Text und Bilder: © LV Martin Pfleger